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Energieberatungsangebot in Voerde (07.07.2017)

Pressemitteilung der Stadt Voerde (Niederrhein) vom 07.07.2017

Von Kohleheizung zur Solarthermie – „Energieberatungsangebot in Voerde“ mit erstem Resümee

Akke Wilmes von der Verbraucherzentrale NRW e.V. ist der „Neue Energieberater“ im Kreis Wesel. Seit dem Frühjahr gibt es das Angebot der neutralen Energieberatung durch den diplomierten Architekten. Auch in Voerde besteht die Möglichkeit, sich 30 Minuten kostenlos im Rathaus oder 90 Minuten in den eigenen 4 Wänden für 60 Euro beraten zu lassen.

„Ich möchte das Thema Energie in die Köpfe bringen und mache das mit Herzblut“, erklärt Akke Wilmes. „Mir ist es wichtig, fachliche Informationen so zu vermitteln, dass der einzelne Hausbesitzer davon profitiert. Dumme Fragen gibt es nicht. Ich berate jeden auf Augenhöhe, seinem Vorwissen und seinen Bedürfnissen entsprechend.“ So unlängst auch in Voerde in einem Einfamilienhaus, wo der Umstieg von Kohle zu Gas anstand. „Dass es noch andere Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen gibt, war den Hauseigentümern nicht so wirklich bekannt. 90 Minuten verbrachte ich im Haus, schaute mir Fenster und Wände an. Die Verbrauchsdaten und die Wünsche der Eigentümer gaben die erste Richtung vor.“

Ziel der Verbraucher war Komfort und Energiesparen.

„Mit dem Entschluss zum Gas, war der erste Schritt getan“ erklärt der Berater, der vorher auch die anderen Energieträger und Heizsysteme beschrieben hatte.

Dazu kamen Informationen zur Solarthermie für Warmwasserbereitung. Nebenbei wurden noch notwendige Arbeiten, wie der „hydraulische Abgleich“, die Überarbeitung des Schornsteins sowie die Möglichkeit, mit Lüftungstechnik mehr Behaglichkeit erreichen zu können und die Ressourcenschonung aufgezeigt.

Als es im Schluss ums Geld ging, wurden zusätzlich zu grober Einschätzung der Kosten auch mögliche Fördermittel von verschiedenen Institutionen verglichen.

Zusammengefasst wurden die Inhalte der Beratung in einem Protokoll einschließlich Informationsmaterialien zum Thema.

Der Bürgermeister freut sich über den einfachen Weg zu dieser Beratung in Voerde.

Sie können sich einfach telefonisch zu kostenlosen Einstiegsberatungen im Rathaus anmelden und schon am Telefon mitteilen, worauf es ihnen ankommt. Anfragen und Anmeldungen sind per Mail möglich unter wesel.energie@verbraucherzentrale.nrw und stadtplanung@voerde.de sowie telefonisch unter 0281-473684-15 oder 02855-80-447.

Nächste Energieberatungen sind im Rathaus Voerde am 20.07.2017 (Do.) in der Zeit von 13 bis 16 Uhr, am 04.08.2017 (Fr.) von 9 bis 12 Uhr und am 17.08.2017 (Do.) von 13 bis 16 Uhr möglich. Auch danach berät Akke Wilmes weiterhin in Voerde regelmäßig jeden ersten Freitag im Monat vormittags und jeden dritten Donnerstag im Monat nachmittags.

Schritt zwei ist das 30-minütige persönliche Gespräch.

Schritt drei: Soll eine ausführliche Beratung im eigenen Haus folgen, sucht Akke Wilmes den Besitzer in seinen vier Wänden auf.

Der Aufbau der Energieberatung Zuhause:

  1. Circa 30 Minuten: Rundgang durch und um das Gebäude und erste Tipps
  2. Circa 30 Minuten: Beratung „am Tisch“ auf der Grundlage von Bau- und Verbrauchsdaten unter Beachtung gesetzlicher Vorschriften
  3. Circa 30 Minuten: Planung des Vorgehens in einzelnen Schritten, zum Beispiel Hinzuziehen von Handwerkern oder Schornsteinfeger, Information zu Fördermöglichkeiten wie etwa eine KfW-Beratung. Die Ergebnisse der Beratung händigt Akke Wilmes dem Hausbesitzer als Protokoll aus. Die 60 Euro für die Beratung sind bar zu entrichten.

Zwei weitere Beratungsangebote ergänzen die Tätigkeit des Beraters.

Der „Solarstromcheck“ - Themen sind hierbei Fotovoltaik und Speicherung von Strom.

Die „Feuchte-Diagnose“ in Wohnräumen. Schimmel ist ein häufiges Problem, das zunächst kritisch betrachtet werden muss. Ob man schon mit dem richtigen „Lüften und Heizen“ Abhilfe schaffen kann oder Bauteile oder die Technik verbessert werden sollten, prüft der Experte und gibt die entsprechenden Hinweise.

„Die Kriterien meiner Beratung sind Energiesparen und Wirtschaftlichkeit“, erläutert Akke Wilmes. Er betont, dass er unabhängig und individuell berät. „Ich will ja nichts verkaufen.“ Grundsätzlich gebe es zwei Arten von Beratung: Viele Interessenten sehen sich schon ganz gut aufgestellt, was den nachhaltigen Umgang mit Energie angeht. „Die freuen sich dann, wenn ich noch Verbesserungen vorschlagen kann“, so der Energieberater. Andere Hausbesitzer denken, sie müssten dringend etwas tun, zum Beispiel eine neue Heizung einbauen  oder die Außenwände dämmen, befürchten aber hohe Kosten. „Mit ihnen prüfe ich genau, was sie wirklich brauchen und wie sie die Kosten im Rahmen halten können. Manch einer schreckt vor den Ausgaben zurück, bedenkt aber nicht, dass sich eine Investition über die Jahre gesehen für ihn rechnet.“

Der Energieverbrauch ist je nach Lebensgewohnheiten der Bewohner sehr verschieden.

Akke Wilmes kennt und informiert auch über Fördermöglichkeiten. Zudem kann er auf Handwerker und Ingenieure verweisen, die im Kreis Wesel dem KompetenzNetz Energie e.V. angehören und sich verpflichtet haben, über ihr eigenes Angebot hinaus zu denken. Mitglieder im Netzwerk sind regionale Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen, Architekten und Ingenieure.

Sie wenden bereits sehr energieeffiziente Verfahren an oder bieten entsprechende Produkte und Dienstleistungen für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen, um Energie und damit Kosten zu sparen.

Der Energie-Experte staunt immer wieder, wie unterschiedlich Verbräuche trotz gleicher Voraussetzungen sein können. „Kürzlich habe ich zwei Familien in identischen Häusern mit den gleichen solarthermischen Anlagen beraten. Die eine Familie benötigt viel weniger Energie als die andere, weil alle im Sportverein sind und fast immer dort duschen statt zuhause.“

Akke Wilmes schaut genau hin, was ein Hauseigentümer wirklich benötigt. „Neulich dachte ein Herr, er müsse eine große Solaranlage anschaffen, aber eine halb so große reichte völlig aus. Die nicht verwendete Summe will er nun vielleicht in ein paar neue Fenster oder eine Lüftungsanlage stecken“.

Auf freiwilliger Basis werden zwei bis drei Jahre nach der Beratung die Ergebnisse geprüft.

 Die Hausbesitzer werden gebeten, zwei bis drei Jahre nach der Energieberatung Auskunft über die umgesetzten Schritte und die eingesparte Energie zu geben. Das ist jedoch freiwillig. „Da diese Beratungen vom Land und der EU mitfinanziert werden, möchten diese auch kontrollieren, welche Ergebnisse das Angebot bringt“, erklärt Akke Wilmes. „Ohne Zuschüsse würde eine Beratung deutlich mehr kosten.“


Pressekoordination

Stadt Voerde (Niederrhein)
- Pressekoordination -
Judith Valentin
Rathausplatz 20
46562 Voerde

E-Mail: pressestelle@voerde.de
Telefon: 0 28 55 / 80 - 3 35
Telefax: 0 28 55 / 96 90 - 108


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