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Besichtigung der neuen Moschee in Möllen (archivierte Seite) (07.10.2019)

Pressemitteilung der Stadt Voerde (Niederrhein) vom 07.10.2019

Im Rahmen des Kunst- und Kulturprojekts „Engel der Kulturen“ fand im September eine lebendige Begegnung zwischen den Religionen statt.

Organisiert von den Frauenhilfen Spellen und Friedrichsfeld hatten sich Anfang September rund 50 Frauen aufgemacht, um die Einladung des Türkischen Kulturvereins zum Besuch der neu errichteten Moschee in Voerde-Möllen wahrzunehmen. Sie wurden von Hasan Gördü herzlich begrüßt mit Worten des Propheten Mohammed: „Der Weg zum Paradies führt unter den Füßen der Mütter.“, „Wer ein Mädchen bildet, dem soll der Weg zum Paradies geebnet sein.“; „Wer ist ein guter Muslim? Der gut zu seiner Frau ist.“ Und aus dem Koran: „Wir haben euch in verschiedenen Sprachen, Farben und Fähigkeiten erschaffen, damit ihr einander kennenlernt.“
Warum braucht die Türkische Gemeinde eine neue und solch große Moschee mit Sozialgebäude? Diese Frage beantwortete Herr Gördü, bevor die Gruppe die Moschee selbst betrat. Der Zustand der jetzigen Moschee ist marode und genügt den Bedürfnissen der inzwischen in der vierten Generation lebenden Muslimen nicht mehr. „Heimat“, sagte er, „ist dort, wo ich auch religiös angekommen bin.“ Dazu gehört neben der Gebetsstätte auch die Möglichkeit, in Würde beigesetzt zu werden. Deswegen ist die Einrichtung eines Raums zur Totenwaschung von großer Bedeutung. Zur Erziehung der Kinder ist ebenso wichtig, dass sie Räumlichkeiten zum Unterricht und zur Freizeitgestaltung bekommen. „Nur, wenn ich in meiner Sprache und in meiner Religion sicher bin, kann ich auch Verantwortung übernehmen und mich in die Gesellschaft einbringen“ bekundet Herr Gördü das große Anliegen der Gemeinde. Außerdem wird es einen großen Raum für Zusammenkünfte und Feiern geben, der auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen soll.
In der Gebetsstätte selbst beantwortete Herr Gördü viele Fragen zu Religion und Kultur, die die Frauen mit großem Interesse stellten. Er wies außerdem auf viele Gemeinsam-keiten der beiden Religionen hin, z. B. werden Jesus als Prophet Isa und Maria als seine Mutter als wichtige religiöse Gestalten im Islam verehrt.
Im Anschluss gab es im nebenan liegenden evangelischen Gemeindehaus ein lockeres Zusammensein bei Kaffee und leckerem Kuchenbuffet, das die Frauenhilfe Möllen bereitet hatte.


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