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Flüchtlingshilfe - Ablauf eines Asylverfahrens

Ablauf eines Asylverfahrens / sicherer Drittstaat / sicherer Herkunftsstaat

Bei der Einreise in die Bundesrepublik wird der Asylbewerber registriert. Im folgenden Verlauf wird der Asylsuchende in dem nächstgelegenen Aufnahmelager untergebracht beziehungsweise in ein Aufnahmelager eines anderen Bundeslandes verlegt. Diese Verteilung erfolgt nach dem „Königsteiner Schlüssel“.

In dieser „Erstaufnahmeeinrichtung“ verweilen die Asylbewerber einige Wochen bis sie einer Kommune des jeweiligen Bundeslandes zugewiesen werden. In manchen Fällen wird bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung der Antrag auf Asyl gestellt. Aktuell ist es aber häufiger der Fall, dass der Antrag erst nach der Zuweisung in eine Kommune erfolgt.

Nach der Antragstellung prüft das Bundesamt welches EU-Land für die Bearbeitung des Asylantrages zuständig ist. Die Dublin III-Verordnung gibt vor, dass derjenige EU-Staat zuständig für die Bearbeitung des Asylantrages ist, dessen Terrain ein Asylsuchender erstmals betreten hat. Sofern die Einreise über einen anderen EU-Staat nachgewiesen werden kann, erfolgt eine Rückführung in den sogenannten „Sicheren Drittstaat“. Ein sicherer Drittstaat ist nach § 16 a Absatz 2 GG ein Land in dem „Die Allgemeine Erklärung der Menschrechte“, sowie die „Genfer Flüchtlingskonvention“ ratifiziert sind (alle EU-Staaten, Norwegen, Schweiz). Sofern Deutschland zuständig für die Bearbeitung des Asylantrages ist, erfolgt dann die Anhörung /persönliche Vorsprache beim BAMF.

Nach der Anhörung wird der Asylantrag bearbeitet, bis der Asylbewerber entweder zur freiwilligen Ausreise aufgefordert wird oder eine Aufenthaltserlaubnis erteilt bekommt.

Im Rahmen des Asylkompromisses in den frühen 90er Jahren wurde mit Zustimmung des Bundesrates entschieden, eine sogenannte „Liste der sicheren Herkunftsstaaten“ ins Leben zu rufen, auf der Fluchtländer aufgeführt werden, in denen die politische Verfolgung grundsätzlich ausgeschlossen wird.

Als „Sicherer Herkunftsstaat“ sind nach § 29 a des AsylVerfG alle EU- Staaten, Albanien Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, die ehemalige jugoslawische Republik, Montenegro, Senegal, Serbien eingestuft.
Ein Antrag auf Asyl wird grundsätzlich sofort als „offensichtlich unbegründet“ bewertet, wenn ein Asylbewerber aus einem sicheren Herkunftsstaat einreist. Um zu beweisen, dass seine Sicherheit im Herkunftsland nicht, wie angenommen, gesichert ist, muss er einen Anwalt einschalten und zudem aussagekräftiges Beweismaterial vorlegen.

Über den aktuellen Status eines Asylantrags können Asylsuchende sich direkt beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder bei der zuständigen Ausländerbehörde vor Ort erkundigen.

AnsprechpartnerÖffnungszeitenTelefonische Sprechzeiten
Kreis Wesel
Ausländerbehörde
Reeser Landstraße 31
46483 Wesel
Dienstag und Donnerstag
08:00 – 12:00 Uhr und
14:00 – 16:30 Uhr
Montag bis Freitag
08:00 – 12:00 Uhr
Montag bis Donnerstag
14:00 – 16:30 Uhr

Informationen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)



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